Wasserpflege

  • Alkalinität
  • Desinfektion
  • pH-Wert
  • Wasser-Gleichgewicht
  • Überwintern

Alkalinität 

Die Gesamt-Alkalinität (TA) ist die totale Menge von alkalischer Materie im Wasser, wie z. B.Bikarbonate und Hydroxyde. (Der Begriff TA wird oft mit pH-Wert verwechselt!). Die Gesamt-Alkalinität (TA) wirkt als Puffer gegen zu häufige pH-Wert-Wechsel. Sie wird deshalb auch „Pufferkapazität des Wassers“ genannt. Je niedriger die Gesamt-Alkalinität, desto leichter kann der pH-Wert durch Hinzufügen kleiner Mengen pH-Korrekturmittel verändert werden. Je höher die Gesamt-Alkalinität, desto größere Mengen Korrekturmittel benötigt man, um den pH-Wert zu verändern.

Cyanursäure

Einfluss von Cyanursäure auf TA-Messwerte: 

Bei im Wasser vorhandener Cyanursäure wird der TA-Messwert beeinflusst: Es wird ein zu hohes Ergebnis angezeigt. Abhängig vom pH-Wert muss der Messwert wie folgt prozentual nach unten korrigiert werden. Mit einem Cyanursäure-Wert von <= 50 ppm und einem gemessenen TA-Wert von >= 100 ppm ist keine Korrektur notwendig.

pH-Wert 7.2 7.5 7.8
Korrektur-Prozentsatz 25 % 30 % 35 %

Beispiel: Bei einem pH-Wert von 7,5 muss der gemessene TA-Wert um 30% reduziert werden, um ein korrektes Ergebnis zu bekommen. Normalerweise wird ein Korrekturfaktor von ungefähr 30% angewendet, außer in jenen Fällen, in denen der pH-Wert zu niedrig ist, und / oder der Cyanursäure-Wert sehr hoch ist.

Ideale Wert 

Der ideale TA-Wert liegt zwischen 100 und 150 ppm. Bei einem höheren Wert als 175 ppm wird relativ viel pH-Korrekturmittel notwendig, um den pH-Wert zu verändern. Unter 60 ppm ist der pH-Wert nicht stabil.

Es braucht ggf. eine Weile, bevor man den günstigsten TA-Wert erreicht, weil der pH-Wert nie unter 6.8 fallen oder über 8.0 steigen sollte.Der pH-Wert und der TA-Wert können angepasst werden, indem kleine Mengen der richtigen Produkte hinzugefügt werden (siehe Informationen auf den Etiketten Melpool pH - und Melpool TA+).

Sobald der TA-Wert einmal richtig eingestellt ist, ist er relativ stabil. Deswegen braucht man ihn nur dann noch sporadisch kontrollieren.

Probleme bei zu niedrigem TA-Wert Probleme bei zu hohem TA-Wert
Zu häufige pH-Wert-Schwankungen pH-Wert schwer zu korrigieren / pH - Wert verändert sich kaum
Tendenz zu Korrosion Milchiges Wasser
  Bildung von Kalkablagerungen
  Nicht-aktiver Chloreinsatz
  Große Mengen melpool-pH-Wert-Korrekturmittel für pH-Wert-Korrektur notwendig
 

Desinfektion 

Die Desinfektion des Schwimmbadwassers ist stets absolut notwendig. Ein Schwimmer, der ohne zuvor geduscht zu haben, ins Wasser geht, kann bis zu 10 Milliarden Mikroorganismen ins Wasser bringen. Sogar ein gut geduschter Schwimmer kann immer noch bis zu 100 Millionen Mikroorganismen ins Wasser eintragen. Studien in Frankreich ergaben, dass einzelne Schwimmer durchschnittlich 30 Millionen Mikroorganismen und 0,5 Gramm organisches Material ins Wasser einbringen. Um unerwünschte und gefährliche Bakterien im Schwimmbadwasser zu eliminieren, muss es desinfiziert werden. Natürlich sollte dies kontinuierlich geschehen.

Umwelteinwirkungen

Die Verwendung von Chlor in Schwimmbädern beeinflusst kaum die Umwelt. Ein Schwimmbad ist ein geschlossenes System, und deshalb gerät das Schwimmbadwasser nicht in Kontakt mit der Umgebung. Wenn das Wasser mit einem sehr hohen Chlorwert oder mit einem äußerst niedrigen pH-Wert abgelassen wird, könnte eine negative Wirkung entstehen. Schwimmbadwasser unterscheidet sich normalerweise nicht viel von dem üblichen Leitungswasser. Chlor ist nach wie vor das weltweit am meisten genutzte Desinfektionsprodukt für Trinkwasser.

Der pH-Wert des Schwimmbadwassers muss regelmäßig überprüft werden. Der pH-Wert kann korrigiert werden, indem man Melpool PH- oder Melpool PH+ benutzt.

Probleme
Die Gesamt-Alkalinität (TA) hat Einfluss auf den pH-Wert. Die TA soll wenigstens 60 ppm betragen. Bei zu niedrigem TA-Wert, ist der pH-Wert des Wassers instabil. Der TA-Wert kann durch Zugabe von Melpool TA+ angehoben werden.

pH-Wert 

Der pH-Wert des Schwimmbadwassers ist ein sehr wichtiger Faktor. Ein falscher pH-Wert kann viele Probleme verursachen. Es gibt jedoch keinen für alle Becken gültigen idealen pH-Wert. Für die meisten Becken beträgt der ideale pH-Wert-Bereich 7,2 - 7,4.

Der pH-Wert des Wassers kann sich durch folgende Faktoren verändern:

  • Regenwasser
  • Hinzufügen von bestimmten Chemikalien und durch Reaktion mit anderen Chemikalien.
  • Hinzufügen von Leitungswasser.
  • Staub und organisches Material, die durch Wind oder Schwimmer ins Wasser eingebracht werden.
  • Bei jeder Temperaturanhebung des Wassers gast Kohlendioxid aus dem Wasser aus, was automatisch eine pH-Wert-Anhebung verursacht.

Korrekturen 

pH-Wert-Korrekturen sollten in kleinen Schritten gemacht werden. Pro Schritt sollten keine Veränderungen über 0,4 pH vorgenommen werden, da sonst das Wasser-Gleichgewicht gefährdet wird. Pumpe nach Zugabe mindestens 8 Stunden lang laufen lassen und dann den pH-Wert erneut testen, bevor weitere Dosierungs-Schritte unternommen werden.

Probleme
Der pH-Wert des Schwimmbadwassers muss regelmäßig überprüft werden. Der pH-Wert kann korrigiert werden, indem man Melpool PH- oder Melpool PH+ benutzt.

Die Gesamt-Alkalinität (TA) hat Einfluss auf den pH-Wert. Die TA soll wenigstens 60 ppm betragen. Bei zu niedrigem TA-Wert, ist der pH-Wert des Wassers instabil. Der TA-Wert kann durch Zugabe von Melpool TA+ angehoben werden.


 

Ein falscher pH-Wert kann viele Probleme verursachen:

Probleme mit einem zu niedrigen pH-Wert (saures Wasser) Probleme mit einem zu hohen pH-Wert (alkalisches Wasser)
Flecke Schneller verschmutzender Filter
Metalle lösen sich auf Reduzierter Wasserkreislauf
Probleme, das Wasser-Gleichgewicht aufrecht zu erhalten Trübes Wasser
Augen- und Hautreizungen Probleme, das Wasser-Gleichgewicht aufrecht zu erhalten
Einfachere Bildung von Chloraminen Augen- und Hautreizungen
Hoher Chlorverbrauch  

 

Wasser-Gleichgewicht 

Wasser-Gleichgewicht 

Man kann von einem guten Wasser-Gleichgewicht sprechen, wenn das Wasser weder korrosiv noch alkalisch ist. Die Vorstellung des Wasser-Gleichgewichts basiert auf der Tatsache, dass Wasser bestimmte Mineralien benötigt. Diese Mineralien können als „Nahrung“ für das Wasser betrachtet werden. Bei nicht ausreichendem Nahrung wird das Wasser hungrig oder “korrosiv“, mit zu viel „Nahrung“ wird das Wasser „überfüttert“, (nicht mehr aufnahmefähig), es wird alkalisch.

Parameter 

Parameter zur Berechnung des Wasser-Gleichgewichts: 

die Temperatur (= Temp)

Natürlich wird die Temperatur des Wassers mit einem Thermometer gemessen. Die Parameter pH-Wert, Gesamt-Alkalinität und Calciumhärte werden mit entsprechenden Testkits bestimmt.

der pH-Wert (= pH)

die Gesamt-Alkalinität (= TA)

Achtung! Werden stabilisierte (= Cyanursäure-haltige) Produkte benutzt (melpool 50/20, melpool 55/G, melpool 90/20 oder melpool 90/200), müssen die gemessenen Werte der Gesamt-Alkalinität korrigiert werden.

Für die Korrektur müssen die folgenden Parameter bestimmt werden:

TA1 = die gemessene Gesamt-Alkalinität in ppm
CA = der gemessene Wert der Cyanursäure in ppm
pHF = der pH-Faktor: Dies ist die Zahl, die aus der rechten Spalte der folgenden Tabelle neben dem entsprechenden Wert der links davon befindlichen Temperatur-Wert-Spalte entnommen werden kann. (Beispiel: bei gemessenem pH-Wert 7,2 ist beträgt der pHF 0,26)

Die Korrektur wird wie folgt vorgenommen:

TA (korrigierte Gesamt-Alkalinität ) = TA1 - (pH-F x CA)
Kalkulationsbeispiel für die korrigierte Gesamt-Alkalinität:
Der ursprüngliche Messwert TA1 lautete 118 ppm. Der Cyanursäure-Wert lautet 70 ppm, der gemessene pH-Wert 7,2. TA = 118 - (0,26 x 70) = 100

die Calciumhärte (= CH)

die gesamt-gelösten Feststoffe (= TDS)

Die gesamt-gelösten Feststoffe haben normalerweise jedoch nur einen begrenzten Einfluss auf die Kalkulation des Wasser-Gleichgewichts. Wenn hierfür kein entsprechendes Messinstrument zur Verfügung steht, kann man bei einem bis zu einem Jahr im Becken befindlichen Wasser als mittleren Näherungs-Wert „1000“ einsetzen. Wenn sich das Wasser bereits 1 - 2 Jahre im Becken befindet, kann man den Wert „2000“ annehmen.

Wie die Sättigung Index zu berechnen?

Der Langelier-Index (LI) wird wie folgt berechnet: LI = pH-Wert + TF + CF + AF - TDSF

(Die Werte TF, CF, AF und TDSF werden aus der folgenden Tabelle abgelesen (Werte direkt rechts neben den Werten Temp, CH, TA, TDS und pH).

temp oC TF CH ppm CF TA ppm AF TOVS ppm TOVSF pH pHF
0 0,0 5 0,3 5 0,7 0 12,0 6,5 0,11
3 0,1 25 1,0 25 1,4     7,0 0.22
8 0,2 50 1,3 50 1,7 1000 12,1 7,2 0.26
12 0,3 75 1,5 75 1,9     7,4 0.3
16 0.4 100 1,6 100 2,0 2000 12,2 7,6 0.33
19 0,5 150 1,8 125 2,1     7,8 0.35
24 0,6 200 1,9 150 2,2 3000 12,5 8,0 0.36
29 0,7 250 2,0 200 2,3     8,5 0.38
34 0,8 300 2,1 300 2,5 4000 12,3    
41 0,9 400 2,2 400 2,6        
53 1,0 600 2,35 800 2,9 5000 12,35    
    800 2,5            

Kalkulations-Beispiel:

Schwimmbadparameter Messwerte Entsprechende Tabellen-Werte
Temperatur 24oC TF = 0.6
pH-Wert 7.2  
CH (Calciumhärte) 200 ppm CF = 1.9
TA (gemessene Gesamt-Alkalinität) 100 ppm AF = 2.0
TDS (gesamt-gelöste Feststoffe) 1000 ppm TOVSF = 12.1

VI = LI = pH-Wert + TF + CF + AF - TDSF
LI = 7,2 + 0,6 + 1,9 + 2,0 - 12,1 = - 0,4 (= noch akzeptables Gleichgewicht, Tendenz zu Korrosion; Wasser regelmäßig überprüfen!)

Ablesen Wassergleichgewichts 

Mit dem Langelier Index können aus der folgenden Tabelle die entsprechende Beurteilung des Wasser-Zustands sowie eventuelle Empfehlungen entnommen werden: 

Langelier-Index Wasser-Zustand Behandlungs-Empfehlung
< -0,5 Tendenz zu Korrosion siehe Probleme / Lösungen
- 0,5 tot - 0,2 Akzeptables Wasser-Gleichgewicht Wasser regelmäßig prüfen
- 0,1 tot 0,1 Ideales Wasser-Gleichgewicht keine
0,2 tot 0,5 Akzeptables Wasser-Gleichgewicht Wasser regelmäßig prüfen
> 0,5 Tendenz zu Algen, Kalkablagerungen siehe Probleme / Lösungen

Überwintern 

  • Zuerst das Wasser prüfen und ggf. das Wassergleichgewicht wiederherstellen.
  • Dann das Schwimmbad reinigen. melpool RRF wurde zur Reinigung der Wasserlinie entwickelt. Seiten des Schwimmbades abbürsten, falls notwendig. Dann den Skimmerkorb und den Pumpen-Vorfilter reinigen. Anschließend den Beckenboden absaugen.
  • Dann den Filter rückspülen und nochmals den Pumpen-Vorfilter reinigen.
  • Stoß-Chlorung (z. B. mit melpool 70/G) durchführen,
  • melpool WIC gemäß Anweisungen dosieren,
  • dann die Pumpe wenigstens 24 Stunden lang laufen lassen.
  • Wasser bis unterhalb der Einlaufdüsen ablassen.
  • Wasser aus der Ausrüstung (Pumpe, Filter, Wasserleitungen etc.) ablassen. Pumpe, Kunststoffteile wie Skimmerkörbe, Vorfilter, Vakuumschläuche und Thermometer abmontieren und in einem frostsicheren Raum einlagern.
  • Schwimmbad abdecken, so können keine Verunreinigungen hineingelangen.
  • Chemikalien an einer kühlen und trockenen Stelle lagern.

Bei sinkenden Temperaturen kann sich das Wassergleichgewicht ändern. Deshalb sollte das Wassergleichgewicht am besten nochmals überprüft und ggf. neu eingestellt werden, sobald das Wasser eine Temperatur von ungefähr 8 Grad Celsius erreicht hat. So werden Flecken oder anderen Schädigungen am Pool und der übrigen Ausrüstung am besten vorgebeugt.